Projekt „Nasse Steine“ oder warum ich bei DIY verzweifle!

Vor einiger Zeit enteckte ich bei der allseits beliebten Plattform Pinterest ein Bild mit selbstgemachten Dekosteinen. DIY ist der neueste Trend und eigentlich nichts neues. Der englische Begriff „Do It Yourself“ steht einfach nur für „selber machen“. Sehr beliebt ist bei DIY die gleichzeitige Methode des Recycling, was man vor allem anhand der vielen Ideen zur Wiederverwendung von Euro-Palleten sieht. Pinterest und seine DIY Bilder inspirieren mich unglaublich oft, und am liebsten würde ich alles mal ausprobieren. Aber es fehlen folgende Dinge:

  • Geld
  • Zeit
  • Platz
  • GELD!

Wer nicht gerade zufällig eine Euro-Palette hinten im Garten stehen hat, muss feststellen, dass diese Holz-Dinger nicht gerade günstig sind. Also habe ich diese tollen Projekte, ebenso wie die Obstkisten, aus meinen Ideen verbannt. Allerdings bin ich dann, wie bereits gesagt, auf die Deko-Steine gestoßen. Deko-Stein hört sich jetzt erstmal nicht so toll an. Wahrscheinlich denkt man dabei zunächst an irgendetwas grässlich kitschiges. „Meine“ Deko-Steine sind eigentlich ganz normale Kies-Steine oder Strand-Steine, die man zur hälfte mit schicken Farben bepinselt.

steine mit goldgürtel
Die Idee kommt von Nica und ihrem Bastelblog

Eigentlich dachte ich mir ja, dass ich mir da ein ziemlich einfaches Projekt ausgesucht habe. Aber man kann sich auch täuschen.
In der Toskana habe ich stundenlang wunderschöne gratis Strand-Steine gesammelt und mit nach Hause gebracht. Doch wer kennt es nicht: Man sieht einen schönen, glänzenden und farbenprächtigen Stein und kaum ist er trocken, sieht er einfach nur stink-langweilig aus! Also habe ich mich zunächst einmal auf die Suche nach einer Lösung gemacht. Am einfachsten wäre wohl die Idee mit Öl gewesen, aber ich denke nicht, dass die Steine sich dann noch so einfach weiterverarbeiten lassen. Also habe ich mir einen Acryl-Lack zugelegt; farblos.

Vor einer Woche hätte es soweit sein sollen. Voller Motivation habe ich meinen Esszimmertisch mit ein paar Zewa-Tüchern (!) ausgelegt und die Steine darauf platziert. Anschließend habe ich die Sprühdose in die Hand genommen und angefangen zu lesen. Schutzanzug. Augenschutz. Mundschutz. Gut belüfteter Raum oder draußen. So. Als Schutzanzug habe ich einfach mal meinen alten Labor-Mantel hergenommen, als Schutzbrille habe ich mir doch tatsächlich eine Sonnenbrille aufgesetzt ( Die Labor-Brille ist verschwunden!) und die Fenster habe ich auch alle aufgerissen. Aber einen Mundschutz hatte ich keinen. Also stand ich da in meiner interessanten Montur und habe beschlossen, die Sache vorerst abzublasen. Man hätte sich schon bei der Zewa-Idee denken können, dass das so nichts wird!

Gestern wollte ich dann meinen zweiten Versuch starten. Diesmal mit Blaumann und Mundschutz ausgestattet. Sogar einer mit Filter! Die Aktion sollte diesmal auf der überdachten Terrasse stattfinden und dafür hatte ich sogar extra eine Mülltüte über den Tisch gespannt und festgeklebt. Allerdings musste ich noch immer auf die Schutzbrille verzichten.  Wieder hatte ich die Steine ausgebreitet – es kamen noch diverse Sammelstücke meiner Mutter dazu –  und ich war schon voll startbereit, als die nächste Enttäuschung aufkam. Der Deckel der Sprühdose, oder vielmehr die Plastik-Schutzkappe, musste man mit einer Zange öffnen. In dem Werkzeugkasten war aber keine Zange zu finden. Nur Nägel, Schraubenzieher und ein Hammer. Na, super! Ich hätte sicherlich in der Garage fündig werden können, allerdings war ich Eile und zudem inzwischen unmotiviert. In der „Eile“ hätte die Sache aber eh nichts gebracht, denn nach weiterem Lesen auf der Dose, musste ich feststellen, dass von mir erwartet wird, alle 2- 10 Minuten eine neue Schicht zu sprühen. Und dann dauert dass Trocknen angeblich 2 Tage ?!

Morgen soll nun der dritte und hoffentlich letzte Versuch starten. Ich bin schon mal gespannt. Die Schutzkappe wurde bereits von meinem Papa geöffnet. Ich muss also morgen nur viel Zeit mitbringen. Na, wie gut, dass ich Semesterferien habe!

Wer hätte gedacht, dass so ein kleines DIY-Projekt so viel Nerven kosten kann!

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